| Über Kapitän Mnemo |
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| Über Captain Mnemo - Über uns |
| Montag, 13. April 2009 um 00:02 Uhr |
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Die meisten von Ihnen werden sich an Jules Vernes Roman "20.000 Meilen unter dem Meer" erinnern. Sein Held war der berühmte U-Boot-Fahrer Kapitän Nemo (Lateinisch für "Niemand"), der vor der Küste Norwegens in einem Mahlstrom verschwand und seitdem als verschollen galt. Was Sie noch nicht wußten: er überlebte und landete als Schiffbrüchiger am Strand einer kleinen Insel, die auf keiner Seekarte verzeichnet war. Dort ließ er sich nieder, da sein Schiff unwiederbringlich verloren schien und wurde glücklicher Vater. Was er nicht ahnte, als er eines Tages seinen gerade geborenen Sohn Aretix liebevoll in den Armen hielt, war, daß dieses Wunderkind selbst ihn dereinst geistig und hinsichtlich seines Wissens in den Schatten stellen würde. Alles, was sein Sohn je lernte, konnte dieser fehlerfrei wiedergeben und er vergaß selten je etwas, das er sich hatte einprägen wollen. Er versetzte jeden in Erstaunen, Lehrer wie die weisen Männer und Frauen seines Stammes, und weil er so schnell lernen und sich so unheimlich gut an alles erinnern konnte, nannten sie ihn bald "Kapitän Mnemo" nach dem griechischen Wort "Mneme" für Erinnerung und Mnemotechnik für Gedächtniskunst. Viele Genies behalten ihre kleinen Tricks und Ihr Erfolgsgeheimnis für sich und versetzen alle damit in Erstaunen, um sie glauben zu machen, daß sie über einzigartige Fähigkeiten verfügten. Nicht so Kapitän Mnemo: er teilt seine Geheimnisse bereitwillig mit Ihnen und Ihren Kindern, bis Sie bald über ein besseres Erinnerungsvermögen und ein breiteres Wissen verfügen als selbst der bisher Klassenbeste. Schon bald, nachdem Sie Ihren Kindern die ersten Abenteuer mit Kapitän Mnemo vor dem Schlafengehen vorgelesen haben, werden Sie sehen, wie deutlich diese sich an alles erinnern, was Sie ihnen vorgelesen hatten, ja, sie werden wahrscheinlich selbst forschen wollen und in der Bibliothek oder im Internet nach weiteren Informationen suchen! Nach nur wenigen Wochen erhält Ihr Kind bessere Noten, wird zusehends glücklicher und selbstbewußter und das häufige Vorlesen wird für Sie und Ihr Kind zu einer bereichernden und verbindenden gemeinsamen Erfahrung, und Sie werden zudem erstaunt feststellen, daß Sie gemeinsam mit Ihren Kindern all das noch einmal lernen (und diesmal dauerhaft behalten), was Sie im Schulunterricht einst gelernt hatten, und diesmal ohne jede Anstrengung. Bevor wir schließen dazu ein kleines Beispiel: nehmen wir an, Ihre Kinder hießen Anne und Erich. Von Kapitän Mnemo auf sein Unterseeboot eingeladen (das übrigens auch in der Luft und im Weltraum fliegen kann, das Zeitreisen unternimmt, aber auch so klein werden kann, daß es durch die Blutgefäße schwimmen und so Biologie anschaulich werden lassen kann, ebenso wie es uns ganze Universum erschließt), ergibt sich folgende Unterhaltung. "Schau' mal, die Olympischen Spiele finden gerade statt, Kapitän Mnemo", sagte Anne, "kannst Du mir erklären, was es mit den fünf Olympischen Ringen auf sich hat?". Kapitän Mnemo wartete, bis Anne und Erich Platz genommen hatten und erzählte ihnen wieder eine seiner kleinen Geschichten: "Ein Eisenbahnarbeiter mußte einmal im Eisenbahntunnel dringend etwas reparieren. Er rannte sofort hin, mußte aber an der Ampel am Tunneleingang warten, da sie auf Rot stand. Während er ungeduldig wartete, wechselte sie auf Gelb und endlich auf Grün, so daß er hineingehen konnte." "Anne," sagte Kapitän Mnemo, welche Farbe hatte der Arbeitsanzug (Overall) dieses Arbeiters?" Ohne zu zögern sagte Anne: "Der muß aus blauem Köper gewesen sein, nicht wahr?" "Richtig, Anne, nun Du Erich: welche Farbe sah er wohl im Tunnel?" "Nun, dort ist es 'schwarz wie die Nacht', also schwarz!" "Sehr gut, nun die Ampel ...", aber bevor er ausreden konnte, riefen Anne und Erich durcheinander: "Rot, gelb, grün - Du hast uns gerade beigebracht, daß die fünf Ringe blau, schwarz, rot, grün und gelb sind, stimmt's?". Kapitän Mnemo schien angetan und fuhr fort: "Nun, das war wohl gar zu einfach, dann laßt uns mal schauen, ob Ihr mir auch sagen könnt, für welchen Kontinent jeder der fünf Ringe steht. Wußtet Ihr, daß die Skandinavier in Europa meist blonde Haare und blaue Augen haben? Welche Hautfarbe hat ein Afrikaner? Welche ein Indianer? Die Asiaten? Und wie heißen also die ersten vier Kontinente, Anne, Erich?". Anne und Erich riefen abwechselnd freudig aus: "Blau steht für Europa, schwarz für Afrika, rot für Amerika, gelb für Asien; den fünften Kontinent hast Du uns noch nicht verraten, aber für den steht dann ja das Grün." "Genau," sagte Kapitän Mnemo, "und dieser letzte Kontinent ist Australien, aber nicht jeder würde den grün nennen, aber weil er allein übrig bleibt, ist er genauso leicht zu merken." Anne wandte ein: "Aber ist nicht auch die Antarktis, also der Südpol, ein Kontinent, also sind es doch sechs?" "Ganz recht, aber keine Olympiamannschaft kommt vom Südpol, also können wir den sechsten Kontinent vernachlässigen. Aber wenn wir schon dabei sind: welche Farbe hat das Loch in der Mitte jedes Rings?" "Weiß!" sagte Erich, "so daß wir nun fünf Kontinente haben, deren Farben entweder der Haut- oder Augenfarbe der Bewohner entsprechen mit Ausnahme Australiens und dann haben wir uns gleich auch noch den sechsten Kontinent gemerkt, die Antarktis, die ja von Eis bedeckt und darum weiß ist wie das Innere der Ringe." "Oh je," sagte Kapitän Mnemo plötzlich, "es ist schon sehr spät - husch in's Bett und denkt an's Zähneputzen. Morgen versuchen wir uns dann zu merken, welche Tiere auf welchem Kontinent leben, damit Ihr Euch auch daran erinnern könnt." Lesen Sie hier weiter, wie diese Wunder zustandekommen (nur für registrierte Benutzer) - Übersetzung folgt. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 23. April 2009 um 20:17 Uhr |

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